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ALBERT - Alzheimer Beratungsstelle Enger und GTE

Gesellschafterinnen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Lukas-Krankenhaus Bünde als Klinikbegleiter*in vom Netzwerk Kraftquellen in der Demenz geschult

Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sehr schwierig. Unterschiedliche Behandlungen und Untersuchungen, evtl. Narkosen, fremde Umgebung, fehlende räumliche und zeitliche Orientierungs-möglichkeiten, mehrfach täglich wechselndes Krankenhauspersonal. Diese Belastungen kann ein Patient mit kognitiven Beeinträchtigungen meist nicht gut alleine bewältigen.
Ehrenamtliche Gesellschafterinnen sollen die betroffenen Menschen nun im Krankenhaus unterstützen, indem Sie vor allem kleine Hilfen im Alltag geben, ein offenes Ohr für Sorgen, Nöte, Ängste und Wünsche haben, mit den Patienten Spiele spielen oder singen. Sie geben den Patienten Halt in der fremden Umgebung und erleichtern den Genesungsprozess.
In Kooperation mit dem Generationentreff Enger und dem Netzwerk „Kraftquellen in der Demenz“ fand nun ein Demenzkurs unter der Leitung von Karin Alex statt, in dem die motivierten Ehrenamtlichen auf diese neue Aufgabe vorbereitet wurden. Schwerpunkte waren unter anderem das Krankheitsbild Demenz, Kommunikation im Umgang mit Demenzpatienten und Beschäftigungsmöglichkeiten, immer auch bezogen auf die besondere Situation im Krankenhaus.

 

Foto: Sven Kampeter

Diese und weitere Gesellschafterinnen kommen ab Mitte Januar 2022 im Lukas-Krankenhaus zum Einsatz. Begleitet und eingesetzt werden sie dort von dem Demenz-Coach Claudia Spilker aus dem Lukas-Krankenhaus Bünde und Günter Niermann vom Netzwerk „Kraftquellen in der Demenz“.
Das Wirken der Klinikbegleiter*in bezieht sich auf das gemeinsame Handeln vom Lukas-Krankenhaus und dem Netzwerk „Kraftquellen in der Demenz“ mit der Zielsetzung, die Versorgungssituation der Menschen mit hilfe- und Pflegebedarf, hier insbesondere die Menschen mit neurokognitiven Störungen und pflegenden Angehörigen im Krankenhaus zu verbessern. Dieser Baustein ist Bestandteil des gemeinsamen Pilotprojektes.

Bericht Westfalen Blatt vom 16.12.2021