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ALBERT - Alzheimer Beratungsstelle Enger und GTE

Benefizkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie für "Move for Dementia"

Das Benefizkonzert der NORDWESTDEUTSCHEN PHILHARMONIE war ein Benefizkonzert für Move for Dementia 2022 im Rahmen des regionalen Netzwerkes „Kraftquellen in der Demenz 2019“, am Freitag, dem 6.05.2022 um 17.30 Uhr in der Stiftskirche in Enger.

Günter Niermann, Manuela Schock und Marianne Schläger - Kramer bedankten sich im Namen des regionalen Netzwerkes für das wunderbare Konzert an diesem wunderbaren Ort in der Stiftskirche in Enger.

Günter Niermann führte weiter wie folgt aus:

Wir danken der NORDWESTDEUTSCHEN PHILHARMONIE für ihre Bereitschaft, in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Enger, der Stadt Enger, dem Generationen Treff Enger und dem Haus Stephanus, das heutige Konzert musikalisch zu gestalten und somit ALLEN Menschen im Kreis Herford eine kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Wir sagen:
* Herzlichen Dank an das Orchester, den Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von David Marlow.
* an den Intendanten der NWD Philharmonie Herr Kuntze
* an die Evangelische Kirchengemeinde für die Bereitstellung dieser wunderbaren Stiftskirche Enger
* an den Bürgermeister der Stadt Enger Herrn Thomas Meyer, an den Landrat Herrn Jürgen Müller und allen weiteren Bürgermeister*in für die freundliche Unterstützung unser aller Bemühungen.
* an die zahlreichen Helfer/innen vom GTE
* wir sagen Dank den zahlreichen Mitarbeiter/innen aus den stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe, aus den Krankenhäusern aus dem Kreisgebiet Herford für Ihre logistische Herausforderung und Unterstützung
* wir sagen Dank der Stiftung Meilenstein e.V. und der Volksbank Herford Bad Oeynhausen für die finanzielle Unterstützung.
* wir sagen Dank den Angehörigen und Wegbegleitern für Ihre Mühen
* wir sagen Ihnen allen meine sehr geehrten Damen und Herren herzlichen Dank dass Sie heute hier waren.

Dieses Konzert und alles darum herum zu organisieren war schon eine logistische Herausforderung, die nur dank dutzender engagierter Bürger/innen aus dem Generationentreff Enger und den  verschiedenen Städten als auch den Angehörigen und den Pflegekräften aus der ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtung der Altenhilfe gelingen konnte.

Kraftquellen ist ein Wortbeitrag aus unserem gemeinsamen Projekt „Kraftquellen in der Demenz“ einem regionalen Netzwerk aus dem Kreis Herford. Eine Veranstaltung wie heute ist eine solche Kraftquelle, Musik ist Balsam für die Seele, Musik gibt uns gemeinsam Kraft.

Zum Nutzen kultureller Teilhabe von Menschen mit Demenz mögen die folgenden Zeilen einer Angehörigen aussagen, die mit ihrer Mutter das Konzert heute besucht hat……………

"Ich habe mich auf das Konzert gefreut, ich habe mich praktisch darauf vorbereitet und werde diese Stunde genießen und ich denke noch gerne daran zurück.
Für meine Mutter sieht das ganz anders aus. Für sie zählt der Moment, schon beim Anschnallen im Auto wusste sie nicht mehr, dass wir ein Konzert besuchen möchten. Dort aber bei der Ankunft in der Kirche und bei der Platzwahl war sie voller Vorfreude auf das, was uns dort geboten werden würde. Außerdem hatten wir das schön gestaltete Programm aus festem Papier in den Händen, und wir konnten schon ein bisschen schmökern, was wohl gespielt würde.

Meine Mutter erkannte die Kirche wieder, ich weiss nicht wie oft sie hier war, aber sie erzählte, sie sei einmal mit einem jungen Mann dort gewesen, sie war mit meinem Vater oft in Konzerten, ob sie sich daran erinnerte? und immer wieder hat sie die Kirche in Augenschein genommen.
Es war für mich einfach sehr schön zu sehen, dass einige Eltern von ihren Kindern, oder auch Partner*innen ihre Partner*innen begleitet haben, und da hatte ich auf einmal das sichere Gefühl, ich bin nicht alleine damit, für meine Mutter Nischen zu suchen, in denen sie Schönes erleben kann. Die Entlastung, mir gar keine Gedanken machen zu müssen, was ich tue, wenn meine Mutter sich anders verhält als es ein solches Konzert vorgibt, diese Erleichterung war für mich fast unglaublich.

Und dann verläuft alles so ruhig, und ich konnte mich der Musik hingeben, den wunderschönen sanften und belebenden Klängen, ich habe die Virtuosität der Musiker bewundert. Dass ich dabei die Nähe meiner Mutter spüren konnte, war ein besonderer Moment.

Eine solche Veranstaltung wie wir sie hier und heute erleben durften macht Mut für die Zukunft denn sie ist entstanden durch ein Zusammenwirken von Betroffenen Menschen, Angehörigen, Ehrenamtlern und Professionell Mitarbeiter/innen aus der Altenhilfe und dem Intendanten der Nordwestdeutschen Philharmonie Herrn Kuntze. Auf die Frage einer Journalistin bei der Pressekonferenz wie das denn alles entstanden ist antwortete Herr Kuntze: es fängt alles damit an, dass Sie erst einmal der Charm offensive von Herrn Niermann wiederstehen müssen….. Die Veranstaltung sollte Ihnen verehrte Bürgerinnen und Bürger signalisieren, sie sind nicht allein, wir sind auch füreinander da und stehen Ihnen mit Rat und vor allem auch begleitend zur Seite.

Zum Schluss warteten nach der ZUGABE noch 22 Blumensträuße auf die Damen und Herren des Orchesters unter der Leitung von David Marlow.

Meine Damen und Herren, wir möchten Ihnen heute unsere Broschüre an die Hand geben, die Ihnen reichlich Informationen zum Thema noch zukommen lassen wird. Nehmen Sie diese Informationen bitte mit und studieren Sie sie einmal genau. Wir glauben es lohnt sich.
Sollten Sie das Bedürfnis haben uns mit einer Spende zu unterstützen so haben Sie auch hierzu die Gelegenheit beim Ausgang.
Nun bleibt mir nur noch übrig Ihnen auch im Namen von Manuela Schock einen guten Nachhauseweg zu wünschen und wir würden uns freuen, Sie bei der ein oder anderen Gelegenheit wieder zu sehen, vor allem aber, wenn wir wieder die Nordwestdeutsche Philharmonie in Enger begrüßen dürfen.

Bericht Neue Westfälische Zeitung vom 12.05.2022

Bericht Westfalen Blatt vom 09.05.22