Kraftquellen in der Demenz 2016

Die Alzheimer Beratungsstelle (ALBERT) im Generationen-Treff Enger und das Haus Stephanus aus Hiddenhausen begannen 2014 gemeinsam mit dem Projekt “Kraftquellen in der Demenz“ konkrete Ansätze für eine menschenfreundliche Kommune im Kreis Herford zu finden.So begann alles mit der Pressekonferenz am 23.01.2014 gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Herford und 4 Bürgermeistern der Städte Bünde, Enger, Spenge und der Gemeinde Hiddenhausen. Hinzu kamen Unterstützer wie die Ruth und Willi Biermann Stiftung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, diverse Projektpaten aus Politik und Wirtschaft, hier insbesondre Helga Rohra, Dr. Henning Scherf, die Nordwestdeutsche Philharmonie, und der Widukindchor, die sich gemeinsam auf den Weg begaben, um mit der Veranstaltungsreihe „Kraftquellen in der Demenz“ in den 4 Kommunen und dem Kreis Herford auf das Thema aufmerksam zu machen und um weitere Partner zu finden und gewinnen. Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr den DSC Arminia Bielefeld als Projektpaten gewonnen zu haben. Sie ALLE zeigten zwischenzeitlich auf, was engagierte Bürgerinnen und Bürger bereits auf den Weg gebracht haben. Und sie fragen: „Was können wir noch tun?“

Die Antworten auf daraus entstandene Fragen hängen zu einem großen Teil von den örtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der technischen Infrastruktur und der verfügbaren Dienstleistungen wie auch des sozialen Zusammenhaltes ab. Demenz fragt uns dringlich nach einer Neubesinnung auf unsere sozialen Beziehungen. Es gilt daher für die Städte und Gemeinden, neue Strategien für die Zukunft zu entwickeln, das Alter neu zu überdenken. Die Kommune hat die Möglichkeit, diese gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort zu beeinflussen.

Die oberste Zielsetzung war und ist: Die Interkommunale Vernetzung der Kommunen im Kreis Herford.

Die anderen Ziele bestehen in Zukunft darin, in verschiedenen Schritten folgendes zu erreichen:

  1. Demenzstrategien für ein gemeinsames Miteinander in der Kommune zu entwickeln. Gemeinsam und voneinander lernen, um miteinander handeln zu können. Die Menschen benötigen die entsprechenden Angebote vor Ort .
  1. Schaffen von Raum für Begegnungen von Jung und Alt wäre wünschenswert.
  1. In der Entwicklung von neuen Rollen bürgerschaftlichen Engagements (Bürgermix) und lokalen Vernetzungen zwischen Ehrenamt und Profis.

So viel wie möglich Ehrenamt und so wenig wie notwendig Professionelle.

  1. Sensibilisieren der Nachbarschaft.

Die Nachbarn sind die eigentlichen Experten der Lebenssituation vor Ort.

  1. Das Wissen über die Krankheit Demenz erweitern und verbreiten

Auch soziale Auswirkungen der Demenz werden stärker thematisiert.

In 2015 hat es Neuwahlen in verschiedenen Kommunen und dem Kreis Herford gegeben und damit einhergehende Veränderungen. Die Projektteilnehmer freuten sich in 2016 zunächst auf die weitere Unterstützung von

  • Wolfgang Koch, Bürgermeister der Stadt Bünde
  • Bernd Dumcke, Bürgermeister der Stadt Spenge
  • Ulrich Rolfsmeyer, Bürgermeister der Gemeinde Hiddenhausen

als auch 2015/16 neue Unterstützer durch diverse Gespräche hinzugewonnen zu haben, die da sind:

  • Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford
  • Thomas Meyer, Bürgermeister der Stadt Enger
  • Rüdiger Meier, Bürgermeister der Gemeinde Kirchlengern
  • Rocco Wilken, Bürgermeister der Stadt Vlotho
  • Bernd Poggemöller, Bürgermeister der Stadt Löhne

Gespräche gibt es zurzeit noch mit den Kommunen in Herford und Rödinghausen.

Ein menschenfreundliches Gemeinwesen wird ein Gemeinwesen sein, in dem es sich für alle Menschen gut leben lässt. Wie soll es weitergehen in unserer Stadt? Denn Demenz fragt uns dringlich nach einer Neubesinnung auf unsere sozialen Beziehungen. Die Diagnose Demenz verändert das Leben des Betroffenen und dessen Umfeld grundlegend. Angst und Scham sind Gefühle, die häufig zum Rückzug in die eigenen vier Wände und zu schleichender Vereinsamung führen.

 Die Lebensqualität wird aber von sehr viel mehr bestimmt, mit solchen Fragen wie:

  • Werde ich von meinem Umfeld als Mensch mit meinen Wünschen, Ängsten und Interessen wahrgenommen?
  • Kann ich mich darauf verlassen, dass sich Menschen um mich kümmern wenn ich dazu nicht mehr in der Lage bin?
  • Steht mir ein Angebot an Aktivitäten zur Verfügung, für die ich mich begeistere?

Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Herford, Machen Sie mit an einer interkommunalen Vernetzung im Kreis Herford. Machen Sie mit in und für Ihre Kommune. Gestalten Sie den Umgang mit Demenz für Betroffene und Angehörige als auch die Bereitstellung von Hilfen bei Demenz in Ihrer Kommune mit.

Demenz – geht – uns – alle – an. DAS HERZ IST NICHT DEMENT

 

Kraftquellen in der Demenz 2016 hat gegenüber 2014 und 2015 wesentliche Erneuerungen und Ausweitung der Angebote vor Ort aufzuweisen

Kunst, Kultur, Musik und Begegnungen 2016

Es gibt nennenswerte Erneuerungen in 2016 gegenüber 2014/15:

Es nehmen zwischenzeitlich weitere zahlreiche Initiativen, Vereine und interessierte Bürger/innen aus 8 Kommunen im Kreis Herford an dem Projekt Kraftquellen in der Demenz teil,

es gibt zwischenzeitlich im Rahmen des Projektes in den entsprechenden Kommunen Beratungs- und Informationsmöglichkeiten, die im nächsten Jahr sicherlich weiter ausgeweitet werden können, siehe Flyer Seite   !!!!!!!!!!!!!

erstmalig handelt es sich um eine Bundesländerübergreifende Information- und Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bundesmodellprogramms „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ im Kreis Herford:

in den Städten Bünde, Enger, Löhne, Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern, Spenge und Vlotho.

im Kreis Osnabrück mit dem Generationen Treff Oase in Bad Essen-Lintorf, deren Geschäftsführerin Frau Katharina Eichwald ich heute hier herzlich begrüßen möchte

im Kreis Minden-Lübbecke mit dem Verein Leben mit Demenz e.V. aus Minden und im Kreis Schaumburg mit dem Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen

Mit und für Menschen mit einer Demenz, Angehörigen und interessierten Bürgerinnen und Bürger wird in 2016 überregional mit 26 individuellen Veranstaltungen mit einem „Strauß an Möglichkeiten“ in den Städten auf das Thema Demenz aufmerksam gemacht, die Sie im Einzelnen im Flyer ersehen können.