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ALBERT - Alzheimer Beratungsstelle Enger und GTE

Thema des Beitrags: Kraftquellen in der Demenz

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Wir gehen davon aus, dass im Kreis Herford ca. 4000 Menschen mit kognitiven Einschränkungen leben, dazu noch ca. 10.000 pflegende Angehörige. Vom Menschen mit Demenz können wir Wichtiges lernen: So machen Sie uns zum Beispiel die Schwächen unserer Gesellschaft deutlich. Demenz fragt uns dringlich nach einer Neubesinnung auf unsere sozialen Beziehungen. Es muss unsere Aufgabe in den Kommunen sein, die Demenz aus der gesellschaftlichen Tabuzone zu holen. Das geht nur, wenn wir auch die Angehörigen mit Ihren Nöten, Ängsten und Erfahrungen in der Öffentlichkeit wahrnehmen. Wir möchten daher gemeinsam auch für eine neue Kultur des Zusammenlebens im Kreis Herford werben.

Eine ganz wichtige Voraussetzung auf diesem Weg ist unseres Erachtens die Aussage unseres Landrates Herrn Müller, den ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern mit dem neu eingerichteten „Demenzverbund“, begleitet von Herrn Tönsmann seitens des Kreises Herford, auf dem vorausgegangenen Weg zur Seite zu stehen und behilflich zu sein.

Der Anlass dieser Pressekonferenz ist die Fortführung des 2014 vom Generationentreff Enger und dem Haus Stephanus begonnen Projektes „Kraftquellen in der Demenz“ mit der Zielsetzung, wir erinnern uns kurz:

* Kunst, Kultur, Musik und offene Begegnungen schaffen, entwickeln und koordinieren, mit und für Menschen mit und ohne Demenz als auch Menschen mit und ohne Behinderung, als auch Jung und Alt.
* Informationen zu Demenzerkrankungen möchten wir verstärkt in die Gesellschaft tragen - Demenz geht uns alle an.
* Betroffene und ihre Familien sollen gehört werden: Was sind ihre Bedürfnisse? Was ist ihnen wichtig?
* Neue soziale Netzwerke sollen in den einzelnen Kommunen vor Ort durch eine interkommunale Vernetzung entstehen und gestärkt werden, um die betroffenen Menschen frühzeitig aufzufangen, um individuelle Hilfen vermitteln zu können.
* Selbsthilfegruppen Demenz aufbauen und vernetzen
* Wir sollten hier die bereits gemachten Erfahrungen in unseren einzelnen Kommunen nutzen und weitergeben.
* Die Beratungsstelle ausbauen zum Netzwerkknotenpunkt

Wenn wir unsere Zielsetzungen noch einmal hören, können wir feststellen, dass wir zwischenzeitlich zahlreiche Zielsetzungen erreichen konnten oder uns auf einen guten Weg befinden, gemeinsam mit den betroffenen Menschen, Angehörigen und interessierten Bürger/innen in unseren Städten und Gemeinden des Kreises Herford diesem Ziel der interkommunalen Vernetzung voranzukommen.

In den zurückliegenden 4 Jahren haben sich nun weitere 32 Initiativen diesem unseren Ansinnen angeschlossen, wofür wir sehr dankbar sind, für das hiermit ausgesprochene Vertrauen, und die damit einhergehende Nachhaltigkeit festzustellen ist.

Bevor wir einen kleinen Rückblick auf 2018 halten und dann auf 2019 unser Augenmerk richten wollen, bitte ich zunächst Herrn Müller und dann die Herren Bürgermeister wenn sie möchten um ihre Wortbeiträge:

 

Rückblick 2018

Im Rahmen dieser 20 überregionalen Veranstaltungen wurden ca. 5000 Menschen!! erreicht, allein davon bei Move for Dementia ca. 2.500 Bürgerinnen und Bürger hier in Verbindung mit dem Widufix Lauf.
Da waren der Tanztee Vergissmeinnicht, Fahrt nach Hamburg zur Unterstützung der Konfetti im Kopf Parade, die Fotoausstellung von Michael Hagedorn in allen Städten, die Weser Floßfahrt mit Musik, Das Mathilden-Platzkonzert mit der Schweizer Schlagersängerin Maria da Vinci in Enger, Move for Dementia in Hiddenhausen, der 7. Demenztagung in Spenge mit dem Thema Ehrenamt und Professionalität- Bringt uns die Demenz zusammen oder auseinander? Und die jährliche Abschluss Veranstaltung der integrative Gottesdienst in der Kreuzkirche in Bünde Ennigloh. Jede andere Veranstaltung könnte selbstverständlich auch genannt werden.

Unser Fazit:

Der Wunsch der Bürger/innen und Betroffenen ist eindeutig und verständlich, nämlich sich mit einzubringen und in der einzelnen Kommunen etwas zu tun.
Die Professionellen Einrichtungen tun sich hier doch noch schwer, aber seit 2018 ist hier eine deutliche Steigerung der Teilnahmen und Beteiligungen zu verzeichnen. Es geht, aber es ist für mich persönlich deutlich, dass es von den engagierten leitenden Personen abhängig ist, sich mit einzubringen oder nicht.

Kraftquellen in der Demenz 2019“ heißt im Jahr 2019: „Sport, Bewegung und Demenz im Kreis Herford“

Die Informations- und Veranstaltungsreihe im Rahmen von Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz in den Städten und Gemeinden im Kreis Herford findet somit in 2019 seine Fortführung mit sicherlich 4 herauszuhebenden Besonderheiten:

1. Der runde Tisch Demenz Gründung des Demenzverbunds
2. Ist es der Interessenverbund Sport, Bewegung und Demenz mit dem Kreissportbund Herford
3. Das Benefizkonzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie am 11.05.2019 in der Aula des Widukind Gymnasiums Enger
4. Move for Dementia 2019

Zu 1. Der Demenzverbund befindet sich in der Findungsphase
Zu 2.Dank der Mitarbeiter/innen des Kreissportbundes Herford, allen voran Herrn Wöhrmann und Herrn Blume ist es zu verdanken, dass wir auf kurzem Wege gemeinsam und miteinander neue wirklich niederschwellige Begegnungsformen haben schaffen dürfen vor allem auch für Frühbetroffene Menschen, wie

* Den Gehtreff mit und ohne Demenz oder Behinderung
* Gehfussball mit und ohne Demenz oder Behinderung
* Golfen mit und ohne Demenz oder Behinderung
* Rhytmische Bewegung und Tanz

Jeder kann sich dieser Interessengemeinschaft auch anschließen und gemeinsam können wir profitieren.

Zu 3. Das Benefizkonzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie am 11.05.2019 in der Aula vom Widukind Gymnasium Enger

Das Konzert ist Teil einer Veranstaltungsreihe mit Kunst, Kultur, Musik und Begegnungen im Rahmen des Projektes Kraftquellen in der Demenz 2019 im Kreis Herford.
Die Kooperationspartner des Projektes haben es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen selbstverständlich in unserer Mitte zu integrieren. Etwa 1.600 Menschen im Kreis Herford betreuen ihre pflegebedürftigen Angehörigen. Vermutlich ist diese Zahl deutlich höher. Die Veranstaltergemeinschaft Nordwestdeutsche Philharmonie, Stadt Enger, Haus Stephanus und der Generationen-Treff Enger möchten mit diesem Konzert Menschen mit und ohne Demenz als auch mit und ohne Behinderung und den pflegenden Angehörigen ihre Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken und laden zu diesem Konzert am Samstag, dem 11.Mai 2019 in die Aula vom Widukind Gymnasium in Enger herzlich ein.
Das Konzert ist kostenfrei und die Karten sind im Vorhinein im Generationentreff Enger unter Telefon 05224 – 9941216 oder per mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu bestellen und werden kostenfrei zugeschickt. Die Plätze sind alle nummeriert sodass keine zusätzlichen Wartezeiten beim Einlass entstehen.

Wir danken der Kulturinstitution NORDWESTDEUTSCHE PHILHARMONIE und den Geschäftsführer Herrn Kuntze für das Konzert und dem hiermit verbundenen Engagement, ihrer gesellschaftlichen Aufgabe ALLEN Menschen eine kulturelle Teilhabe ermöglicht zu haben, in Kooperation mit der Stadt Enger, dem Generationentreff Enger und dem Haus Stephanus, beispielgebend wahrnehmen.

Zu 4. Move for Dementia 2019

Am 1.09.2019 auf dem Rathausplatz in Hiddenhausen mit Franz Müntefering als Schirmherr, dem DSC Arminia Bielefeld, Markt der Möglichkeiten, dem Kreissportbund Herford, ADFC Radgruppen aus dem Kreis Herford und der Moderation mit Stefan Kleinstück. Das Programm ist in Arbeit
Geplant ist eine Life Schaltung an diesem Sonntag von Hiddenhausen nach Arnsberg und Aalbeke in Belgien
Wir sind sehr zuversichtlich, dass die einzelnen Initiativen, Medien mit ihrer Berichterstattung, diverse Flyer und Plakate dazu beitragen, das Thema Demenz weiter in unseren Kommunen zu festigen.
Wir sind sehr zuversichtlich, durch das gezeigte Verständnis der hier anwesenden Bürgermeister und Vertreter/innen aus den Verwaltungen und unserem Landrat Herrn Müller, wir den Bürgerinnen und Bürgern in den Kommunen dieses Thema näher bringen zu können.

Wir danken aber auch allen Beteiligten, die im Hintergrund helfen zu verstehen:
Demenz geht uns alle an!
Enger 18.03.2019

Manuala Schock, Günter Niermann, Marianne Schläger-Kramer, Karin Alex und Traugott Pfaff