Stadt / Land / Plus - Enger, die menschenfreundliche Kommune

Die menschenfreundliche Kommune

ALBERT - Alzheimer Beratungsstelle Enger und GTE

Telefonkette gegen Einsamkeit bei Demenz

Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz plant und organisiert für Menschen mit Demenz und den pflegenden Angehörigen in allen Kommunen des Kreises Herford eine „Telefonkette gegen Einsamkeit“.

Gerade jetzt während der Corona – Pandemie ist die Kommunikation mit anderen Menschen für viele Personen schwierig, insbesondere für ältere oder kranke Menschen, Menschen, die nicht mobil sind, Menschen in Lebenskrisen und Menschen mit Ängsten - Einsamkeit wird noch spürbarer. Die Teilnahme an einer Telefonkette kann auch eine gute Ergänzung zu digitalen Kontakten sein.

Die ersten Kettenanrufe planen wir für Montag den 18. Mai 2020 ab 11:00 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger melden sich bitte bis zum 14. Mai 2020 aus den Städten in Bünde, Rödinghausen und Vlotho unter Telefon 05224-9941216 bei Herrn Günter Niermann,
aus den Städten Enger und Spenge unter Telefon 05224-937563 bei Herrn Traugott Pfaff,
aus den Städten in Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern und Löhne unter Telefon 05221- 66779 bei Frau Karin Alex.

So funktioniert die Telefonkette:

Bis zu 6 Personen bilden die Telefonkette. Sie telefonieren jeden Tag zu einer bestimmten Zeit und in einer festgelegten Reihenfolge für 5-10 Minuten miteinander.
So hat jeder täglich mit 2 Personen Kontakt.
Auf diese Weise lässt sich auch mit einem einfachen Anruf schnell klären, ob womöglich jemand Hilfe benötigt. Dies ermöglicht und fördert soziale Kontakte, gibt Sicherheit und macht zudem auch noch Spaß.

Demenzberatung Enger/Spenge/Bünde ab sofort telefonisch erreichbar

Traugott Pfaff von der Alzheimer Beratungsstelle Enger und Günter Niermann vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz im Kreis Herford nehmen sich Zeit für die Sorgen älterer Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen.

Alleinlebende ältere Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind durch die verschiedenen Maßnahmen vollkommen isoliert und somit auf Hilfe angewiesen. In dieser Ausnahmesituation haben wir die Möglichkeit, Prioritäten anders zu setzen, unseren Mitmenschen mit Rücksicht und Liebe zu begegnen und bestenfalls die eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken. Plötzlich werden Dinge wichtig, die wir lange genug als Selbstverständlichkeit angesehen haben.

Mit der speziellen Erfahrung mit dem Thema Demenz bieten Traugott Pfaff unter Telefon 05224-937563 und Günter Niermann unter Telefon 05224-9941216 eine Art Telefonseelsorge für die betreffenden Menschen ab sofort an.

 

Ehrenamtliche Einkaufshilfe, Botengänge zu Arzt oder Apotheke und Verteilung von Lebensmittelgutrscheinen werden von der Aktion Mensch mit unterstützt

Der Generationentreff Enger startet ab sofort im Verbund mit anderen Bürgerinnen und Bürgern und Initiativen für Enger und Spenge eine ehrenamtliche Einkaufshilfe, Botengänge zu Arzt oder Apotheke, Verteilung von Lebensmittelgutscheinen und möchte vor allem älteren Menschen hiermit ein wenig Sorge nehmen.

In dieser Ausnahmesituation haben wir die Möglichkeit, Prioritäten anders zu setzen, unseren Mitmenschen mit Rücksicht und Liebe zu begegnen und bestenfalls die eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken. Plötzlich werden Dinge wichtig, die wir lange genug als Selbstverständlichkeit angesehen haben.

Sie können sich ab sofort an den Generationentreff Enger wenden unter der Telefonnummer 05224-9941216.

 

Der Generationentreff Enger stellt aus gegebenem Anlass zunächst bis zum 31.08.2020 alle Aktivitäten wie Sport, Seminare und ander Veranstaltungen im Generationentreff Enger ein und wird diese zum späteren Zeitpunkt dann durchführen.

Die Einzelbetreuung von Menschen mit Demenz wird nach Absprache mit den Angehörigen weiter in der Häuslichkeit durchgeführt, auch die Telefonische Beratung steht Ihnen weiter zur Verfügung.                                                                                                               Sollte es die Situation erfordern, informieren wir Sie in der Woche nach Ostern über die weitere Vorgehensweise.

Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und grüßen Sie sehr herzlich,

Das Team vom Generationentreff Enger

 

 

Menschen mit Demenz und Krankenhausaufenthalt.

Für Menschen mit Demenz bedeutet in manchen Krankenhäusern der Aufenthalt ein hohes Risiko. Hier fehlen Demenzbegleiter und die "Krankenhäuser sollten den Patienten folgen und nicht die Patienten der Organisation",  Frau Dr. Ursula Sottong.

Der Aufenthalt im Krankenhaus kann Menschen mit einer Demenz völlig aus der Bahn werfen. Häufig hat sich der Zustand nach dem Krankenhausaufenthalt für ältere Menschen verschlechtert und ein großer Teil der betroffenen Menschen erholt sich danach nicht mehr, um zu Hause weiter leben zu können. Narkosen, ungewohnte Umgebung, fehlende Kontaktpersonen und unsachgemäßer Umgang führt in vielen Fällen zu Verwirrtheitszustände. Menschen mit Demenz können sich meist nicht mehr auf ein neues Umfeld einstellen und verstehen nicht wo sie sich befinden und was mit Ihnen geschieht. So kommt es zu einer Abwehr- und Verweigerungshaltung, einem Gefühl der Hilflosigkeit und starker innerer Unruhe. 

Es passiert aber offensichtlich auch noch zu oft, dass eine Demenz nicht erkannt oder berücksichtigt wird. Durch die fehlenden Bezugspersonen, mangelnde Kommunikation und Hektik entstehen weitere Angstzustände.

Hier fehlen unseres Erachtens in den Krankenhäusern " Begleiter von Menschen mit Demenz", welche die Menschen schon mit der Aufnahme in ein Krankenhaus und auf der Station begleiten. Diese würden auch Pflegekräfte und Mediziner stark entlasten. Diese Kräfte kosten zusätzliches Geld. Hier ist auch die Politik und Pflegekassen gefragt um eine Lösung herbeizuführen. Derzeit wird durch die Bundesregierung an einer Nationalen Demenzstrategie gearbeitet.

Ich hoffe im Sinn der älteren Menschen dass sich hier bald etwas ändert und nicht scheinheilig auf die lange Bank geschoben wird.

05.01.2020 Günter Niermann

 

            Move for Dementia am 06.09.2020 fällt leider aus.

Move for Dementia am 06.09.2020. Gemeinsames Singen mit Jung und Alt und diversen Chören aus den einzelnen Kommunen war geplant und fand viel Zuspruch.

            Besonderheiten aus Move for Dementia 2019

Nordwestdeutsche Philharmonie spielte ein Benefizkonzert für  Move  for Dementia 2019.     

 Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Menschen mit Demenz gehören zur Bürgerschaft unserer Stadt. Unsere Vision, dass Menschen mit einer Demenz und deren Angehörigen im sozialen- und gesellschaftlichen Leben integriert bleiben, können wir nur mit Hilfe aller Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt verwirklichen. Demenz geht uns alle an.

Demenz- wie sieht der Weg für den Kreis Herford in die Zukunft aus?

In einer immer älter werdenden Gesellschaft betrifft das Thema "Demenz" immer mehr Menschen. Betroffene benötigen über die medizinische Grundversorgung hinaus Information, Beratung, praktische Unterstützung und nicht zuletzt soziale Integration vor Ort in der Kommune wo sie Leben, Wohnen und Begegnen. Wie kann Erkrankten und ihren Angehörigen ein Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft geebnet werden?
Im Rahmen des Modellprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", mit dem das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) in den Jahren 2012–2018 deutschlandweit rund 500 Projekte gefördert hat, wurde mit beachtlichen Ergebnissen nach Lösungen gesucht. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat in seinem "Nachrichtendienst" (NDV) Berichte über 14 Projekte, darunter das Projekt „Kraftquellen in der Demenz aus dem Kreis Herford“, veröffentlicht.
Für dieses E-Book wurden die Artikel nun überarbeitet und gebündelt, um die Impulse, Ideen und Erfahrungen, die aus den Projekten hervorgegangen sind, möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen. Es soll Betroffenen Mut machen, Hilfen aufzeigen und Akteuren Anregungen geben.
Entscheidend für die Kommune ist, dass sie nicht als eine neue Variante der Versorgung auf den Weg kommt: Sie sollte unseres Erachtens in den Händen der Bürgerinnen und Bürger bleiben, nicht nur, weil wir uns in Enger für einen bürgerschaftlichen Ansatz entschieden haben.

Zwei Argumente hat eine menschenfreundliche Kommune auf ihrer Seite:

- Niemals wird die käufliche Dienstleistung alles leisten können, was gebraucht und gewünscht wird.
- Niemals wird die perfekte Dienstleistung das bringen können, was die Menschen mit Demenz am meisten brauchen:

Das einer für sie da ist. Als Du. Als Mensch. Als Gegenüber.

Alzheimer Beratungsstelle Enger im Generationentreff Enger

Günter Niermann

 

 

Filme

Film WDR Standbild
Film "ALBERT" - Lokalzeit OWL
film lokale allianzen s
Film "Lokale Allianzen - Generationentreff Enger"
film lokale allianzen bund s
Film "Lokale Allianzen - Bundesprogramm des BMFSFJ"
film wir sind nachbarn s
Film "Wir sind Nachbarn - Demenz berührt ..."
Link zum Vorwort von Frau Schwesig
Film "Wir sind Nachbarn - Demenz berührt ..."