Stadt / Land / Plus - Enger, die menschenfreundliche Kommune

Die menschenfreundliche Kommune

ALBERT - Alzheimer Beratungsstelle Enger und GTE

Leuchtturmprojekte:

13. Benefizgolfturnier für die Ruth und Willi Biermann Stiftung, hier das Kinderhaus Bad Oexen, findet am Samstag, dem 14.08.2020 im GC Varus in diesem Jahr ohne Gäste aus Bad Oexen, statt. Organisiert wird das 13. Benefiz-Turnier von den Ehrenamtlichen aus dem Generationentreff Enger.

Eine kindergerechte Tombola mit 90 Preisen wartete auf 45 Kinder im Kinderhaus Bad Oexen am 24.08.2020, die Schlussveranstaltung vom 13.Benefiz-Golfturnier

4 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Enger nahmen an einem Workshop mit einem Bildhauermeister auf Einladung des Vereins Leben mit Demenz in Minden, teil.

Demenzberatung Enger/Spenge/Bünde findet ab sofort auch wieder in der Häuslichkeit statt.

Traugott Pfaff von der Alzheimer Beratungsstelle Enger, Karin Alex und Günter Niermann vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz im Kreis Herford nehmen sich Zeit für die Sorgen von Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen.

Alleinlebende ältere Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind durch die verschiedenen Maßnahmen vollkommen isoliert und somit auf Hilfe angewiesen. In dieser Ausnahmesituation haben wir die Möglichkeit, Prioritäten anders zu setzen, unseren Mitmenschen mit Rücksicht und Liebe zu begegnen und bestenfalls die eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken. Plötzlich werden Dinge wichtig, die wir lange genug als Selbstverständlichkeit angesehen haben.

Mit der speziellen Erfahrung mit dem Thema Demenz bieten Traugott Pfaff unter Telefon 05224-937563 und Günter Niermann unter Telefon 05224-9941216 auch eine Art Telefonseelsorge für die betreffenden Menschen ab sofort an.

 

Ehrenamtliche Einkaufshilfe, Botengänge zu Arzt oder Apotheke und Verteilung von Lebensmittelgutrscheinen werden von der Aktion Mensch mit unterstützt

Der Generationentreff Enger startet ab sofort im Verbund mit anderen Bürgerinnen und Bürgern und Initiativen für Enger und Spenge eine ehrenamtliche Einkaufshilfe, Botengänge zu Arzt oder Apotheke, Verteilung von Lebensmittelgutscheinen und möchte vor allem älteren Menschen hiermit ein wenig Sorge nehmen.

In dieser Ausnahmesituation haben wir die Möglichkeit, Prioritäten anders zu setzen, unseren Mitmenschen mit Rücksicht und Liebe zu begegnen und bestenfalls die eigenen Bedürfnisse zurück zu stecken. Plötzlich werden Dinge wichtig, die wir lange genug als Selbstverständlichkeit angesehen haben.

Sie können sich ab sofort an den Generationentreff Enger wenden unter der Telefonnummer 05224-9941216.

 

Menschen mit Demenz und Krankenhausaufenthalt.

Für Menschen mit Demenz bedeutet in manchen Krankenhäusern der Aufenthalt ein hohes Risiko. Hier fehlen Demenzbegleiter und die "Krankenhäuser sollten den Patienten folgen und nicht die Patienten der Organisation",  Frau Dr. Ursula Sottong.

Der Aufenthalt im Krankenhaus kann Menschen mit einer Demenz völlig aus der Bahn werfen. Häufig hat sich der Zustand nach dem Krankenhausaufenthalt für ältere Menschen verschlechtert und ein großer Teil der betroffenen Menschen erholt sich danach nicht mehr, um zu Hause weiter leben zu können. Narkosen, ungewohnte Umgebung, fehlende Kontaktpersonen und unsachgemäßer Umgang führt in vielen Fällen zu Verwirrtheitszustände. Menschen mit Demenz können sich meist nicht mehr auf ein neues Umfeld einstellen und verstehen nicht wo sie sich befinden und was mit Ihnen geschieht. So kommt es zu einer Abwehr- und Verweigerungshaltung, einem Gefühl der Hilflosigkeit und starker innerer Unruhe. 

Es passiert aber offensichtlich auch noch zu oft, dass eine Demenz nicht erkannt oder berücksichtigt wird. Durch die fehlenden Bezugspersonen, mangelnde Kommunikation und Hektik entstehen weitere Angstzustände.

Hier fehlen unseres Erachtens in den Krankenhäusern " Begleiter von Menschen mit Demenz", welche die Menschen schon mit der Aufnahme in ein Krankenhaus und auf der Station begleiten. Diese würden auch Pflegekräfte und Mediziner stark entlasten. Diese Kräfte kosten zusätzliches Geld. Hier ist auch die Politik und Pflegekassen gefragt um eine Lösung herbeizuführen. Derzeit wird durch die Bundesregierung an einer Nationalen Demenzstrategie gearbeitet.

Ich hoffe im Sinn der älteren Menschen dass sich hier bald etwas ändert und nicht scheinheilig auf die lange Bank geschoben wird.

05.01.2020 Günter Niermann

 

            Move for Dementia am 06.09.2020 fällt leider aus.

Move for Dementia am 06.09.2020. Gemeinsames Singen mit Jung und Alt und diversen Chören aus den einzelnen Kommunen war geplant und fand viel Zuspruch.

        

 Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Menschen mit Demenz gehören zur Bürgerschaft unserer Stadt. Unsere Vision, dass Menschen mit einer Demenz und deren Angehörigen im sozialen- und gesellschaftlichen Leben integriert bleiben, können wir nur mit Hilfe aller Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt verwirklichen. Demenz geht uns alle an.

Demenz- wie sieht der Weg für den Kreis Herford in die Zukunft aus?

In einer immer älter werdenden Gesellschaft betrifft das Thema "Demenz" immer mehr Menschen. Betroffene benötigen über die medizinische Grundversorgung hinaus Information, Beratung, praktische Unterstützung und nicht zuletzt soziale Integration vor Ort in der Kommune wo sie Leben, Wohnen und Begegnen. Wie kann Erkrankten und ihren Angehörigen ein Weg zurück in die Mitte der Gesellschaft geebnet werden?
Im Rahmen des Modellprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", mit dem das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) in den Jahren 2012–2018 deutschlandweit rund 500 Projekte gefördert hat, wurde mit beachtlichen Ergebnissen nach Lösungen gesucht. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat in seinem "Nachrichtendienst" (NDV) Berichte über 14 Projekte, darunter das Projekt „Kraftquellen in der Demenz aus dem Kreis Herford“, veröffentlicht.
Für dieses E-Book wurden die Artikel nun überarbeitet und gebündelt, um die Impulse, Ideen und Erfahrungen, die aus den Projekten hervorgegangen sind, möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen. Es soll Betroffenen Mut machen, Hilfen aufzeigen und Akteuren Anregungen geben.
Entscheidend für die Kommune ist, dass sie nicht als eine neue Variante der Versorgung auf den Weg kommt: Sie sollte unseres Erachtens in den Händen der Bürgerinnen und Bürger bleiben, nicht nur, weil wir uns in Enger für einen bürgerschaftlichen Ansatz entschieden haben.

Zwei Argumente hat eine menschenfreundliche Kommune auf ihrer Seite:

- Niemals wird die käufliche Dienstleistung alles leisten können, was gebraucht und gewünscht wird.
- Niemals wird die perfekte Dienstleistung das bringen können, was die Menschen mit Demenz am meisten brauchen:

Das einer für sie da ist. Als Du. Als Mensch. Als Gegenüber.

Alzheimer Beratungsstelle Enger im Generationentreff Enger

Günter Niermann

 

 

Filme

Film WDR Standbild
Film "ALBERT" - Lokalzeit OWL
film lokale allianzen s
Film "Lokale Allianzen - Generationentreff Enger"
film lokale allianzen bund s
Film "Lokale Allianzen - Bundesprogramm des BMFSFJ"
film wir sind nachbarn s
Film "Wir sind Nachbarn - Demenz berührt ..."
Link zum Vorwort von Frau Schwesig
Film "Wir sind Nachbarn - Demenz berührt ..."